Warum freiwilliges Engagement für alle ein Gewinn ist, berichtet Anja K. im Interview.

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Liebe Anja wo und wie engagierst du dich und seit wann?

Während meines Studiums war ich in einem Caritas Alten- und Pflegeheim einmal die Woche aktiv. Mit den Bewohner*innen spielte ich nachmittags Schach oder andere Brettspiele.
Mit Beginn des Arbeitslebens und der Rückkehr nach München suche ich nun ein neues Engagement und habe mich in einem der Freiwilligen-Zentren Münchens beraten lassen. Mit der Einrichtung, in der ich mir mein künftiges Engagement vorstellen kann, habe ich bereits ein erstes Kennenlern-Treffen vereinbart.

Worin bestand für dich die Motivation ein Engagement zu beginnen?

Zum Ehrenamt an sich hat mich ein Freund gebracht. Er hat mir von seiner freiwilligen Tätigkeit berichtet und das hat mich überzeugt es auch zu probieren.
Meine Motivation besteht darin, in der Gesellschaft etwas Gutes zu tun. Dies wiederum ist auch für einen selbst gut.
Lange Zeit habe ich auch regelmäßig Geld gespendet, doch ich habe gemerkt, dass mir dies nicht so viel gibt wie ein persönliches Engagement. Man bekommt so viel zurück.

Was bedeutet das Ehrenamt für dich?

Durch ein Engagement entwickle auch ich mich weiter. In meinem Studium bzw. auch jetzt im Beruf (Bereich BWL) fehlt mir die Soziale Komponente. Diese finde ich im freiwilligen Engagement.
Geschenkte Zeit bewirkt etwas in der Gesellschaft.

Hattest du in der Vergangenheit ein besonders tolles Erlebnis im Engagement?

Am schönsten war es immer, die Freude bei den älteren Menschen im Seniorenheim zu sehen.
Man selbst denkt immer, ach was ist das schon einmal die Woche vorbei zu kommen. Doch für die Bewohner*innen im Heim bedeutet dies so viel. Das zu sehen und rückgemeldet zu bekommen, ist schon etwas sehr Besonderes.

Hast du Tipps für jemanden, der/die neu ein Ehrenamt beginnen möchte?

Ich würde empfehlen, sich mit bereits „Erfahrenen“ auszutauschen. Das war für mich sehr hilfreich dann tatsächlich auch den ersten Schritt zu wagen und zu sagen, ja da rufe ich jetzt an.
Hilfreich ist auch, sich zu überlegen was möchte ich machen und was ist meine Motivation dahinter.
Und dann am besten einfach loslegen!

Was würdest du sagen Anja, wie eine Welt ohne Freiwillige wäre?

Sie wäre eine tristere Welt, vor allem für die, die auf diese Unterstützung angewiesen sind und diese so dringend benötigen.
Wobei es auch den Freiwilligen, die sich engagieren, total viel gibt.
Es ist für beide Seiten eine Bereicherung.

Bitte verfollständige uns zum Schluss noch folgenden Satz: "Ich bin aktiv für meine Stadt, weil …

..ich hier aufwachsen durfte, mir sehr viel Gutes widerfahren ist und ich es schön finde, davon etwas an andere, sei es jung oder alt, weiterzugeben.

Vielen Dank dir für deine Zeit und das tolle Interview!