Image
Gemüsekorb

Die Tafel Neuforstenried

Frau Henn und Frau Holzhey geben Einblicke in ihr Engagement bei der Münchner Tafel am Standort Neuforstenried. 
Die ca. 25 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer treffen sich zwei Stunden vor Beginn der Lebensmittel-Ausgabe, immer mittwochs ab ca. 12 Uhr. Es werden Tische und Pavil-lons wie auf einem kleinen Markt aufgebaut. Sobald die Transporter eintreffen, werden die Lebensmittel abgeladen und sortiert. Nachdem alles steht, kommen die Tafel-Gäste und das Verteilen beginnt. 
 

Frau Henn und Frau Holzhey

Frau Henn und Frau Holzhey geben Einblicke in ihr Engagement bei der Münchner Tafel am Standort Neuforstenried. 
Die ca. 25 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer treffen sich zwei Stunden vor Beginn der Lebensmittel-Ausgabe, immer mittwochs ab ca. 12 Uhr. Es werden Tische und Pavillons wie auf einem kleinen Markt aufgebaut. Sobald die Transporter eintreffen, werden die Lebensmittel abgeladen und sortiert. Nachdem alles steht, kommen die Tafel-Gäste und das Verteilen beginnt. 

Seit wann und wie engagieren Sie sich für die Tafel?
Frau Henn: Seit März 2016. Wir sind Beide seit Anfang an dabei.
Frau Holzhey: Im Sommer 2015 haben wir uns gemeldet, um mitzumachen.
Frau Henn: Wir sind beide im Aufbauteam und teilen die Lebensmittel auf. 
Frau Holzhey: Wir sind auch beide Springer. Überall wo Not ist springen wir ein, ob´s stinkende Zwiebeln sind. Primär sind wir die Portionier-Gruppe. Also wenn z.B. große Kisten mit losen Kirschen oder Pilzen kommen, machen wir die portionsweise fertig. 

Worin bestand für Sie die Motivation ein Engagement bei der Tafel zu beginnen?
Frau Henn: Mir ist es schon immer darum gegangen, dass der Lebensmittelverschwendung Einhalt geboten wird. Das ist mein primärer Grund. Ich finde das Modell zunächst einmal sehr gut: dass Lebensmittel verteilt werden und unter die Leute kommen; dass Lebensmittel nicht weggeworfen werden. Das ist also eine Grundeinstellung von mir.
Frau Holzhey: Ich bin deswegen gerne dabei, weil ich gerne mit Menschen für Menschen arbeite, für mich ist das ja Spaß.

Was bedeutet das Engagement für Sie?
Frau Holzhey: Das Miteinander von dieser Gruppe ist phänomenal. Jeder wird in seiner Eigenart und Persönlichkeit akzeptiert und das ist ein schönes Miteinander. Das hat bei mir schon einen großen Stellenwert!
Frau Henn: Ja, weil wir reden immer miteinander. Also ich denke, Sie werden von fast allen hören, dass sie Springer sind. Im Grunde arbeiten wir alle überall; helfen überall.
Frau Holzhey: Und Humor und Heiterkeit haben hier einen hohen Stellenwert. 
Frau Henn: Ja, das ist wichtig.

Haben Sie Tipps für den Einstieg in das freiwillige Engagement für die Tafel?
Frau Henn: Offenheit, Teambegeisterung, ein gewisser Reiz was Neues zu machen; unerwartete Situationen zu meistern. 
Frau Holzhey: Also für mich ist es eher wichtiger mehr Heiterkeit und Fröhlichkeit als das „Helfersyndrom“ mitzubringen. Mein Programm mein Leben hindurch ist der Montessori Gedanke: „Hilf mir, es selbst zu tun“. Ich will nicht versorgen, sondern unterstützen wieder selber auf den Weg zu kommen. Noch ein Tipp ist die Kreativität. Was kann ich aus den Lebensmitteln kochen, die sich hier ansammeln?
Frau Henn: Ich gehe hier oft weg und sag: Dieser Edeka Spruch: „Wir lieben Lebensmittel“ wird von uns gelebt. Lebensmittel sind was ganz Wertvolles. Es gibt unterschiedliche Schwerpunkte - das ist toll. Man findet aber auch Gleichgesinnte. Ich habe immer ge-dacht, in meinem Alter braucht man keine neuen Bekannte. Aber irgendwie ist es dann so schön, wenn man dann Leute findet, die im Grunde die Lebenseinstellungen mit einem teilen. 

Herzlichen Dank für das Interview!

Haben Sie Interesse, sich bei der Tafel in Neuforstenried zu engagieren? Dann melden Sie sich beim Freiwilligen-Zentrum Süd (fwz-sued [at] caritasmuenchen.de, 089-745 595 18) oder der Sozialberatung der Caritas (soziale-beratung-neuforstenried [at] caritasmuenchen.de, 089 7591051) in der Königswieser Str. 12, 81475 München.
Es besteht auch die Möglichkeiten in Schichten mitzuhelfen (Aufbau, Verteilung und Abbau).