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Ehrenamt der Woche: Hofkonzerte - Musik gegen die Einsamkeit

Ehrenamt der Woche: Projekt Hofkonzerte am Beispiel der Band „The Almost Club“
Swingendes Ehrenamt für Seniorenheimbewohner 

Musik ist Medizin für die Seele und gegen die Einsamkeit. Die Stiftung „Gute-Tat München & Region“ und die Freiwilligen-Zentren München der Caritas haben deshalb zu Corona-Zeiten das Projekt „Hofkonzerte“ ins Leben gerufen. Sie vermitteln ehrenamtliche Musikerinnen und Musiker zu Freiluftkonzerte in Höfen von Seniorenheimen. Entweder treten Ensembles auf oder einzelne Musiker werden miteinander vernetzt, die für die Bewohnerinnen und Bewohner musizieren. Deswegen wird im „Ehrenamt der Woche“ die Band „The Almost Club“ vorgestellt, die im Zuge der Hofkonzerte schon mehrmals für Seniorinnen und Senioren auftraten und dieses Engagement in Zukunft weiterhin aufrecht erhalten werden. 

„Hofkonzerte – Musik gegen die Einsamkeit“ ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Gute-Tat München & Region und den Freiwilligen-Zentren München der Caritas.  Musikerinnen und Musiker spielen und singen ehrenamtlich, um Menschen ein Gefühl der Solidarität und Verbundenheit in der Gesellschaft zu geben. Deutlich werde hier, so die Organisatoren, dass ein Bedarf an freiwilligem künstlerischem Engagement auch nach Corona besteht, um – nicht nur -  alten Menschen eine Brücke in die Gesellschaft zu bauen. Das Projekt „Hofkonzerte“ wird bis Ende 2022 fortgesetzt.  
„Man macht die Menschen mit der Musik glücklich, das spürt man. Sie blühen auf und genießen das“, erzählt Florian Herold. Der Schlagzeuger schaltete 2019 Anzeigen auf mehreren Online-Portalen, in der er Mitmusikerinnen und Mitmusiker für ein neues Bandprojekt suchte. Es meldeten sich Andreas Braunwarth mit der Posaune, Thomas Michahelles am Klavier, Thomas Gätjens am E-Bass sowie Sängerin Vanessa Tischer und die Band begann zu proben. Kurz darauf schlitterte Deutschland in den Lockdown und auch die neugegründete Band musste ihre musikalische Tätigkeit zunächst einstellen. Sobald es allerdings ging, trafen sich die fünf Musizierenden wieder und wurden bald auf das Projekt „Hofkonzerte“ aufmerksam. Thomas Michahelles meldete sich auf der Homepage des Projekts und schnell entstand der erste Auftritt, worauf viele weitere folgten.
Im Repertoire haben „The Almost Club“ Swing-, Latin- und Jazzklassiker wie zum Beispiel „Fly me to the Moon“. „Wir sind aber nicht festgelegt und wenn jemand aus der Band etwas mitbringt, was er oder sie gerne spielen möchte, erweitern wir unser Repertoire“, erzählt Florian Herold. So können Zuhörer zum Beispiel auch Songs aus der „Dreigroschenoper“ von Kurt Weill lauschen. 
Spielen könnten „The Almost Club“ zwei Stunden. Die Hofkonzerte sind meist nach der Kaffeestunde im Seniorenheim 45 bis 60 Minuten lang. Langsam gehen auch andere Konzerte für „The Almost Club“ beispielsweise in Biergärten wieder los. „Wir spielen viel draußen“, informiert Herold. „Und wir proben einmal pro Woche.“ Für die Hofkonzerte gibt die Band der Stiftung „Gute-Tat München & Region“ und dem Freiwilligen Zentrum Süd ihre Termine bekannt, wann sie Zeit haben und die Organisatoren schauen, was möglich ist. „Die Hofkonzerte sind wirklich gut organisiert“, lobt Herold das Organisations-Team. 
„Künstlerisches Engagement ist für die Gesellschaft wichtig. Denn Kunst ist nicht die Sahnehaube, sondern die Hefe der Gesellschaft, wie es in einem Sprichwort heißt“, sagt Eva Gottstein, in deren Familie Musik ein wichtiger Bestandteil ist.  „Danke, dass die Musikerinnen und Musiker sich bereit erklären, bei so einem Projekt mitzuwirken, aber auch ein großes Dankeschön an die Organisation und die Idee zum Projekt.“

 

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